Zunahme von Gewalt an Schulen insgesamt
Die aktuelle Diskussion um zunehmende Gewalt an Schulen ist überfällig und zwingend erforderlich. Ak-
tuelle Auswertungen der Polizeilichen Kriminalstatistik belegen einen deutlichen Anstieg von Gewalt-
delikten im schulischen Kontext. Laut aktueller Polizeilicher Kriminalstatistik des Bundeskriminalamtes
ist die Zahl der Gewaltdelikte an Schulen in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen und liegt in-
zwischen bei deutlich über 25.000 Fällen jährlich, mit einem besonders starken Anstieg seit der Zeit
nach der Pandemie. Diese Entwicklung zeigt, dass Schulen zunehmend mit Konflikten und Gewaltphä-
nomenen konfrontiert sind, die über das bisher bekannte Maß hinausgehen.
Diese Entwicklung wird durch Befragungen aus dem schulischen Bereich bestätigt. So zeigt das Deut-
sche Schulbarometer, dass nahezu jede zweite Lehrkraft Gewaltprobleme an der eigenen Schule wahr-
nimmt. Dabei reicht das Spektrum von körperlichen Übergriffen bis hin zu verbalen Angriffen, Drohun-
gen und Formen digitaler Gewalt wie Cybermobbing. Insgesamt ergibt sich das Bild eines deutlich an-
gespannten Schulklimas, das zunehmend durch Konflikte und Grenzüberschreitungen geprägt ist.
Zunehmende Gewalt gegenüber Lehrkräften
Besonders besorgniserregend ist die Entwicklung der Gewalt gegenüber Lehrkräften und weiteren Be-
schäftigen, die hier implizit mit betrachtet werden. Aktuelle Auswertungen der Polizeilichen Kriminal-
statistik zeigen, dass die Zahl der Übergriffe auf Lehrkräfte in den vergangenen Jahren deutlich ange-
stiegen ist. So wurden allein im Jahr 2024 über 1.200 Fälle einfacher Körperverletzung gegenüber Lehr-
kräften registriert, hinzu kommen mehrere hundert Fälle schwerer Gewalt. Dies stellt einen Höchst-
stand dar und verdeutlicht die zunehmende Gefährdungslage im schulischen Alltag.
Auch Befragungen bestätigen diese Entwicklung. Studien und Verbandsumfragen, etwa des Verband
Bildung und Erziehung, zeigen, dass rund zwei Drittel der Lehrkräfte bereits psychische Gewalt wie
Beleidigungen oder Drohungen erlebt haben, während etwa ein Drittel von körperlicher Gewalt be-
troffen ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein erheblicher Teil der Vorfälle nicht zur Anzeige gebracht
wird, sodass von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist.
Hinzu kommt, dass viele Lehrkräfte sich im Umgang mit Gewalt nicht ausreichend unterstützt fühlen.
Ergebnisse aus Befragungen des Verbandes Bildung und Erziehung zeigen, dass die wahrgenommene
institutionelle Unterstützung in den vergangenen Jahren abgenommen hat. Diese Entwicklung ver-
stärkt nicht nur die individuelle Belastung, sondern wirkt sich auch negativ auf die Attraktivität des
Lehrerberufs und die Stabilität des gesamten Schulsystems aus.
Damit ist Gewalt gegenüber Lehrkräften längst kein Einzelfall mehr, sondern Teil des schulischen All-
tags geworden. Diese Entwicklung ist nicht hinnehmbar und stellt die Funktionsfähigkeit von Schule
insgesamt in Frage.
Gewalt als Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen
Aus Sicht des ASD ist es entscheidend, Gewalt an Schulen nicht als isoliertes Problem einzelner Einrich-
tungen zu betrachten. Vielmehr handelt es sich um ein Symptom umfassender gesellschaftlicher Ver-
änderungen. Kinder und Jugendliche wachsen in einer Zeit multipler Krisen auf, die durch internatio-
nale Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheiten und gesellschaftliche Spannungen geprägt ist. Ereignisse
wie der russische Überfall auf die Ukraine, Konflikte im Nahen Osten sowie langfristige Herausforde-
rungen wie der Klimawandel tragen zu Verunsicherung und Belastung bei.
Studien wie die COPSY Studie und die Shell Jugendstudie zeigen eine steigende psychische Belastung
sowie wachsende Unsicherheiten bei jungen Menschen. Gleichzeitig ist in Teilen der Gesellschaft ein
Vertrauensverlust in staatliche Institutionen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen zu beobachten.
Sicherheitsbehörden weisen zudem darauf hin, dass eine zunehmende Gewaltbereitschaft sowie ein
sinkender Respekt gegenüber Autoritäten festzustellen sind, was sich auch im schulischen Kontext wi-
derspiegelt. Schulen werden dadurch zunehmend zu Orten, an denen sich gesellschaftliche Spannun-
gen verdichten und sichtbar werden.
Handlungsspielräume als Voraussetzung wirksamen Handelns
Um dieser Entwicklung wirksam begegnen zu können, benötigen Schulen und insbesondere Schullei-
tungen deutlich größere Handlungsspielräume. Schulen unterscheiden sich erheblich in ihren sozialen,
regionalen und strukturellen Rahmenbedingungen, sodass standardisierte Lösungen häufig nicht aus-
reichen. Internationale Studien der OECD zeigen, dass Schulen mit größeren Handlungsspielräumen
wirksamer auf komplexe Herausforderungen reagieren können. Schulleitungen müssen daher die
Möglichkeit erhalten, eigenständig und passgenau auf die jeweilige Situation vor Ort zu reagieren. Dies
betrifft sowohl den schulischen Alltag als auch die Zusammenarbeit mit anderen Schulen, der Jugend-
hilfe und weiteren lokalen Partnern. Ohne entsprechende Entscheidungsspielräume entsteht die Ge-
fahr, dass Verantwortung zwar übertragen wird, die notwendigen Instrumente zur Umsetzung jedoch
fehlen.
Ressourcen als zentrale Grundlage schulischen Handelns
Eng mit den Handlungsspielräumen verbunden ist die Frage nach den verfügbaren Ressourcen. In der
Praxis zeigt sich, dass es weniger an geeigneten Konzepten als vielmehr an den notwendigen personel-
len, zeitlichen und finanziellen Voraussetzungen mangelt. Studien der Kultusministerkonferenz sowie
der Bertelsmann Stiftung zeigen erhebliche Defizite in der personellen Ausstattung sowie einen anhal-
tenden Lehrkräftemangel. Gleichzeitig macht das Deutsche Schulbarometer deutlich, dass viele Lehr-
kräfte die vorhandenen Unterstützungsstrukturen als unzureichend bewerten und sich durch Gewalt-
vorfälle zunehmend belastet fühlen. Lehrkräfte übernehmen immer häufiger Aufgaben, die über ihren
eigentlichen Bildungsauftrag hinausgehen, ohne hierfür ausreichend vorbereitet oder entlastet zu
sein. Gleichzeitig fehlen vielerorts Schulsozialarbeit und multiprofessionelle Teams in dem Umfang,
der für eine wirksame Präventions- und Interventionsarbeit erforderlich wäre. Zeit für kollegiale Bera-
tung, Präventionsarbeit und Kooperation mit externen Partnern steht häufig nicht in ausreichendem
Maß zur Verfügung. Finanzielle Mittel sind zudem oftmals projektgebunden und nicht nachhaltig ab-
gesichert. In der Folge entsteht ein System, das vor allem auf akute Vorfälle reagiert, anstatt langfristig
stabilisierende Strukturen aufzubauen. Diese strukturellen Defizite sind seit Jahren bekannt, wurden
jedoch bislang nicht ausreichend adressiert.
Prävention und die Rolle der Sicherheitsbehörden
Ein wirksamer Umgang mit Gewalt an Schulen setzt frühzeitig an und erfordert eine systematische
Stärkung präventiver Ansätze. Schulen leisten hier bereits einen wichtigen Beitrag, stoßen jedoch ohne
entsprechende Unterstützung schnell an ihre Grenzen. Kriminalpräventive Studien, etwa aus dem Be-
reich des Deutschen Forums Kriminalprävention, zeigen, dass frühzeitige und kontinuierliche Zusam-
menarbeit zwischen Schule und Polizei die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen deutlich erhöht.
Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass die Einbindung der Polizei häufig erst im Eskalationsfall erfolgt.
Angesichts der steigenden Fallzahlen ist daher eine stärkere präventive Ausrichtung dringend erfor-
derlich. Die Innenministerien des Bundes und der Länder sind gefordert, Gewaltprävention stärker zu
priorisieren und personelle Ressourcen gezielt für die Zusammenarbeit mit Schulen einzusetzen.
Ziel muss es sein, durch kontinuierliche Präsenz, feste Ansprechpartner und vertrauensbildende Maß-
nahmen frühzeitig wirksam zu werden.
Verlässliche und zeitnahe Reaktionen durch die Justiz
Neben der Prävention ist die konsequente und nachvollziehbare Reaktion auf Gewaltvorfälle von zent-
raler Bedeutung. In vielen Schulen besteht der Eindruck, dass Konsequenzen zu spät oder nicht ausrei-
chend sichtbar erfolgen. Langwierige Verfahren und fehlende Rückmeldungen führen dazu, dass Maß-
nahmen als wenig wirksam wahrgenommen werden. Dies schwächt nicht nur die Autorität schulischer
Regeln, sondern belastet auch die betroffenen Lehrkräfte erheblich. Kriminologische Studien, etwa des
Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsens, zeigen, dass insbesondere die zeitnahe und ver-
lässliche Reaktion auf Regelverstöße eine präventive Wirkung entfaltet. Die Justizministerien sind da-
her aufgefordert, Rahmenbedingungen zu schaffen, die zeitnahe, transparente und nachvollziehbare
Verfahren ermöglichen und damit das Vertrauen in die Durchsetzung von Regeln stärken.
Schutz und Unterstützung der Lehrkräfte
Ein funktionierendes Schulsystem setzt voraus, dass Lehrkräfte und Schulleitungen ihre Arbeit in einem
sicheren Umfeld ausüben können. Gewalt gegenüber Lehrkräften darf nicht als unvermeidbares Be-
rufsrisiko akzeptiert werden. Vielmehr braucht es klare Strukturen, die im Ernstfall greifen, sowie eine
verlässliche Unterstützung durch Schulleitungen, vorgesetzte Behörden und Schulträger. Studien zei-
gen, dass Gewaltvorfälle die psychische Belastung von Lehrkräften erheblich erhöhen und sich negativ
auf ihre Gesundheit auswirken. Die im Deutschen Schulbarometer dokumentierte steigende Belastung
unterstreicht, wie dringend hier gehandelt werden muss. Lehrkräfte müssen die Sicherheit haben, dass
sie im Umgang mit Gewalt nicht allein gelassen werden und dass ihr Schutz oberste Priorität hat.
Zusammenarbeit als Schlüssel zu nachhaltigen Lösungen
Gewalt an Schulen kann nur im Zusammenspiel verschiedener Akteure wirksam begegnet werden. Ne-
ben den Schulen selbst sind insbesondere Jugendhilfe, Polizei, Justiz und Eltern gefordert. Forschungs-
ergebnisse des Deutschen Jugendinstituts zeigen, dass multiprofessionelle Netzwerke die Wirksamkeit
von Maßnahmen deutlich erhöhen. Eine enge und verlässliche Zusammenarbeit ermöglicht es, kom-
plexe Problemlagen ganzheitlich zu betrachten und abgestimmte Lösungen zu entwickeln. Isolierte
Einzelmaßnahmen bleiben demgegenüber häufig wirkungsschwach. Nachhaltige Erfolge lassen sich
nur dort erzielen, wo klare Zuständigkeiten, funktionierende Netzwerke und gemeinsame Strategien
vorhanden sind.
Fazit: Ein gesamtgesellschaftlicher Handlungsauftrag
Die zunehmende Gewalt an Schulen ist ein deutliches Warnsignal, das weit über das Bildungssystem
hinausweist. Sie macht sichtbar, dass gesellschaftliche Spannungen und Unsicherheiten auch den schu-
lischen Alltag prägen. Die vorliegenden Daten aus verschiedenen Erhebungen verdeutlichen den
akuten Handlungsbedarf. Schulen dürfen mit dieser Entwicklung nicht allein gelassen werden. Sie be-
nötigen mehr Handlungsspielräume, eine verlässliche personelle und finanzielle Ausstattung sowie
starke Partner in Politik, Verwaltung, Polizei und Justiz. Gewalt an Schulen ist kein Randproblem, son-
dern eine zentrale Herausforderung für Staat und Gesellschaft. Wenn jetzt nicht entschlossen gehan-
delt wird, drohen nachhaltige Schäden für das gesamte Bildungssystem und die Attraktivität des Berufs
Lehrer:in.
Konkrete Forderungen des ASD an Politik und Verwaltung
- Verbindliche Schutzkonzepte für Lehrkräfte und Schulleitungen
Lehrkräfte und Schulleitungen benötigen klare, verbindliche Schutzstrukturen. Der ASD fordert die Ein-
führung standardisierter Schutz- und Interventionskonzepte, die im Ernstfall sofort greifen. Dazu ge-
hören klare Meldewege, definierte Zuständigkeiten sowie verbindliche Unterstützungsangebote nach
Vorfällen. Gewalt gegenüber Lehrkräften und Schulleitungen darf nicht länger als individuelles Prob-
lem behandelt werden, sondern muss institutionell abgesichert werden. Die schulischen Akteure brau-
chen das Gefühl einer stets vorhanden Rückendeckung durch vorgesetzte Behörden und weitere Be-
hörden. - Deutliche Stärkung personeller und finazieller Ressourcen an Schulen
Der ASD fordert eine nachhaltige Verbesserung der personellen und finanziellen Ausstattung von Schu-
len. Dazu gehört insbesondere der flächendeckende Ausbau von Schulsozialarbeit sowie der Aufbau
multiprofessioneller Teams, in denen pädagogische, sozialpädagogische und psychologische Kompe-
tenzen gebündelt werden. Es müssen finanzielle Möglichkeiten und Spielräume geschaffen werden
damit Schulen unkompliziert und und unbürokratisch auf externe Unterstützung zugreifen können.
Nur so kann gewährleistet werden, dass Schulen nicht ausschließlich reaktiv handeln, sondern präven-
tiv und stabilisierend wirken können. - Verbindliche Zeitkontingente für Aus- und Fortbildung von Lehrkräften
Eine zentrale Forderung des ASD ist die systematische Stärkung der professionellen Handlungskompe-
tenz von Lehrkräften und Schulleitungen im Umgang mit Gewalt. Dazu gehört, dass verbindliche Zeit-
kontingente für Aus- und Fortbildung geschaffen werden, die ausdrücklich über die (schul-)fachliche
Qualifikation hinausgehen. Dies umfasst insbesondere verpflichtende Fortbildungsformate zu Deeska-
lation, Konfliktmanagement, Umgang mit herausforderndem Verhalten sowie Krisenintervention.
Diese Qualifizierung darf nicht zusätzlich „on top“ erfolgen, sondern muss als integraler Bestandteil
der Arbeitszeit strukturell verankert werden und muss ebenso bereits frühzeitig in der Ausbildung von
angehenden Lehrkräften berücksichtigt werden. - Erweiterung der Handlungsspielräume für Schulleitungen
Schulleitungen müssen in die Lage versetzt werden, flexibel und passgenau auf die jeweilige Situation
vor Ort zu reagieren. Der ASD fordert daher eine deutliche Ausweitung schulischer Entscheidungsspiel-
räume, insbesondere bei der Verwendung von Ressourcen, der Organisation von Unterstützungsmaß-
nahmen sowie der Zusammenarbeit mit externen Partnern. Verantwortung darf nicht länger ohne ent-
sprechende Steuerungsmöglichkeiten übertragen werden. - Systematische und institutionalisierte Präventionsarbeit
Der ASD fordert, Prävention als verbindlichen Bestandteil schulischer Arbeit zu etablieren. Dies erfor-
dert eine strukturelle Verankerung von Präventionskonzepten, die kontinuierlich umgesetzt und wei-
terentwickelt werden. Gleichzeitig müssen die Innenministerien des Bundes und der Länder die Prä-
vention stärker priorisieren und entsprechende Ressourcen bereitstellen. Eine enge, institutionali-
sierte Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei – etwa durch feste Ansprechpartner und regel-
mäßige Präsenz – ist dabei unverzichtbar und muss langfristig sichergestellt werden. - Verlässliche und zeitnahe Reaktionen durch die Justiz
Der ASD fordert die Justizministerien auf, Rahmenbedingungen zu schaffen, die eine zeitnahe, trans-
parente und nachvollziehbare Reaktion auf Gewaltvorfälle gewährleisten. Verfahren müssen beschleu-
nigt und ihre Ergebnisse für die betroffenen Schulen nachvollziehbar gemacht werden. Entscheidend
ist nicht die pauschale Verschärfung von Sanktionen, sondern deren Konsequenz und Verlässlichkeit
im Einzelfall. Wichtig ist dabei, dass pädagogische Entscheidungen sets erhebliches Gewicht haben –
eine enge Kooperation zwischen den beteiligten Akteuren der Justiz, Schulen, Jugendhilfe ist dazu un-
erlässlich: was pädagogisch richtig ist, kann juristisch nicht völlig falsch sein! - Stärkung multiprofessioneller Netzwerke vor Ort
Der ASD fordert den systematischen Ausbau regionaler Kooperationsstrukturen zwischen Schulen, Ju-
gendhilfe, Polizei, Justiz und weiteren Akteuren. Diese Zusammenarbeit muss verbindlich organisiert
und personell abgesichert werden. Ziel ist es, komplexe Problemlagen frühzeitig zu erkennen und ge-
meinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. - Nachhaltige und verlässliche Finanzierung statt Projektlogik
Viele Maßnahmen im Bereich (Gewalt-)prävention sind derzeit projektfinanziert und damit zeitlich be-
grenzt. Der ASD fordert eine dauerhafte und verlässliche Finanzierung zentraler Unterstützungsstruk-
turen. Es braucht Zeit, um solche Strukturen in den Schulen zu entwickeln, zu verstetigen und zu etab-
lieren. Nur so können nachhaltige Wirkungen erzielt und langfristige Strategien umgesetzt werden.
