ASD fordert bundeseinheitliche Regelungen

Allgemeiner Schulleitungsverband Deutschlands (ASD) fordert bundeseinheitliche Regelun-
gen zur Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen

Der Allgemeine Schulleitungsverband Deutschlands (ASD) begrüßt die aktuelle gesellschaftli-
che und politische Diskussion über bundesweite Einschränkungen der Social-Media-Nutzung
für Kinder und Jugendliche. Aus Sicht der Schulleitungen ist eine klare und einheitliche gesetz-
liche Rahmensetzung zum Schutz junger Menschen notwendig und längst überfällig .
Schulen beobachten seit Jahren tiefgreifende Veränderungen im Lern-, Sozial- und Kommuni-
kationsverhalten von Schülerinnen und Schülern. Zunehmende Konzentrationsprobleme, ver-
kürzte Aufmerksamkeitsspannen, Übermüdung durch nächtliche Nutzung digitaler Plattfor-
men sowie emotionale Belastungen prägen vielerorts den Schulalltag . Hinzu kommen Cyber-
mobbing, digital verbreitete Ehrverletzungen und eskalierende Konflikte in Messenger-Grup-
pen, die das schulische Miteinander erheblich beeinträchtigen .
„Schulen können gesellschaftliche Entwicklungen nicht allein kompensieren. Wir brauchen
klare, bundesweit einheitliche Leitplanken zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen“, er-
klärt der ASD-Vorsitzende Sven Winkler. „Solche Regelungen entlasten Eltern, schaffen
Rechtssicherheit für Schulen und ermöglichen konzentrierteres Lernen. Gleichzeitig bleibt Me-
dienbildung eine zentrale Aufgabe – Verbote allein werden die Herausforderungen nicht dau-
erhaft lösen.“
Der ASD betont, dass bundeseinheitliche Regelungen Eltern in ihrer Erziehungsverantwortung
stärken und einen föderalen Flickenteppich vermeiden würden . Gleichzeitig müsse Medien-
bildung verbindlich im Unterricht verankert, Lehrkräfte fortgebildet und die Zusammenarbeit
mit Eltern weiter gestärkt werden.
Der Verband steht bereit, sich konstruktiv und fachlich fundiert in die weitere Ausgestaltung
entsprechender Maßnahmen einzubringen.